Whale Watching Tipps

Southern Right, breaching, Wal, Whalewatching, Walbeobachtung, Hermanus, De Kelder

springender Southern Right

Whale Watching Tipps: wo kann man wann welche Wale beobachten?

Bereits im letzten Monat konnte man in unserer Umgebung vereinzelt Wale beobachten, aber so richtig los geht die Saison jetzt im August. Dann bieten wir auch wieder Tagestouren nach Hermanus an. Hier sind unsere Tipps und Infos zur Walbeobachtung.

Warum kommen die Wale zu uns und wie lange bleiben sie?

Die Glattwaleale kommen regelmäßig an die Südküste Südafrikas um zu kalben und um sich zu paaren. Dafür ist sind die Wassertemperaturen für die Wale im Winter in Südafrika ideal. Die Meeressäuger kommen aus der Antarktis und legen einige tausend Kilometer zurück. Da sie hier keine Nahrung finden, leben sie von ihren Fettreserven und ziehen damit auch noch ihren Nachwuchs groß. Die ersten Wale kommen im Juni/Juli, aber in der Zeit muss man Glück haben um sie zu sehen. Ab August geht es richtig los. Im November wird das Wasser wärmer und außerdem sind die Jungen groß genug, um sich zurück auf den Weg in die Antarktis machen zu können. Die Männchen schwimmen ab Anfang November zurück, die Weibchen mit Ihren Jungen etwa zwei Wochen später.

Wo kann man am besten Wale bobachten?

Entlang der gesamten Garden Route kann man Wale sehen. Ein besonderes Erlebnis sind immer Sichtungen von Booten aus. Unternehmen, die Bootstouren anbieten gibt es in Mossel Bay, Knysna und Plettenberg Bay. Der Addo Park wirbt mit den Big Seven – das sind neben den bekannten Big Five zusätzlich Wale und Haie – und in und um Port Elizabeth gibt es ebenfalls einige Anbieter für Boat Based Whalewatching. Natürlich hat man an den Küsten der Garden Route auch die Chance, Wale von Land aus zu beobachten. Bei Wilderness der Dolphins Point, in Knysna die Heads und das Robberg Nature Reserve bei Plettenberg Bay sind bekannte Aussichtspunkte, um nur einige zu nennen.
Von Hermanus sagt man, es sei weltweit der Ort von dem man am besten Wale von Land aus beobachten kann. In der Hochsaison reicht es oft schon, in der Innenstadt zu parken und vom alten Hafen aus ein kurzes Stück den Cliff Path entlang zu gehen. Wer das für eine Wanderung nutzen möchte, kann den ganzen 12 km langen Weg an der Küste entlang erkunden. Der berühmte Whale Crier macht akustisch mit seinem Horn aus Kelp auf Sichtungen aufmerksam. Wir bieten natürlich in der Saison für unsere Gäste Tagestouren nach Hermanus an.
Am östlichen Ende der Walker Bay, etwa 30 Autominuten entfernt, liegt der kleine Ort De Kelders, der ebenfalls hervorragende Möglichkeiten zur Walbeobachtung bietet.

Etwas weiter weg von uns und ein lohnendes Ziel ist das De Hopp Nature Reserve. Hier kommen regelmäßig sehr viele Wale hin. Allerdings ist der Küstenstreifen flach und die Wale kommen nicht so nah ans Ufer wie in Hermanus oder De Kelders. Von uns aus ist das Reservat für eine Tagestour zu weit weg und man sollte eine Übernachtung im Park einplanen. Das Lohnt sich aber.

Kapstadt und die Kaphalbinsel werden ebenfalls von Walen besucht. Es kommt immer wieder vor, dass man sie in der Tafelbucht und sogar in der Nähe der Waterfront sieht. Gute Chancen hat man auf der Kaphalbinsel bei Kalk Bay, Simonstown und Hout Bay. Das Meer ist allerdings kein Zoo und auch in der Walsaison heißt das nicht, dass man überall und jeden Tag Wale sieht.

Einige Unternehmen, die WhaleWatching (Walbeobachtung) vom Boot aus anbieten:
Simons Town: Simon’s Town Boat Company
Hermanus: Southern Right Charters
Gansbaai: Dyer Island Cruises
Gansbaai: Ivanhoe Sea Safaris
Port Elizabeth: Raggy Charters
Mossel Bay: Ramonza Boat Trips
Plettenberg Bay: Ocean Blue Adventures

Welche Wale kommen an die südafrikanischen Küsten?

Vier Arten sind es, die man sehen kann: in den Monaten Juli bis November den Southern Right. Das ist der Wal, der mit Abstand am häufigsten in der Saison gesehen wird. Dann gibt es noch den Humpback und Bryders Wal und als Exoten den Orca.

Southern Right Wal
Der Südliche Glattwal ist mit Abstand am häufigsten in der Saison zu sehen. Der Wal erreicht ein Größe von fast 20 Metern und kann bis zu ca. 60 Tonnen wiegen. Oft dümpelt er träge im Wasser und kommt sehr nah ans Ufer. Daher auch der Name Southern Right. Er war für die Walfänger der richtige Wal zum Jagen. Da er so leicht zu erlegen war und man immer die zeugungsfähigen erwachsenen Tiere zusammen mit dem Nachwuchs abschlachtete, nahm der Bestand schnell rapide ab. Es dauerte nur etwas mehr als 100 Jahre, bis der Glattwal fast ausgestorben war. Am Beginn des ersten Weltkrieges gab es schätzungsweise nur noch 300 Exemplare. Da der Walfang in den beiden Weltkriegen zurückging und danach die ersten Artenschutzgesetze eingeführt wurden, haben sich die Bestände erholt und man schätzt die Population inzwischen wieder auf ca. 9000 Tiere.
Besonders eindrucksvoll ist es, wenn so ein Koloss sich aus dem Wasser katapultiert. Um Kraft zu sparen und die Fettvorräte nicht zu vergeuden, macht er das nicht häufig. Wenn er dann aber anfängt, sollte man weiter die Augen offenhalten, da er noch 2 oder 3 mal springt.

Humpback Wal
Der Buckelwal kommt in allen Weltmeeren vor. In südafrikanischen Gewässern gibt es zwei Bestände, die Untergruppe B2 an der Westcoast und die Untergruppe C1 an der Südküste. Während die C-Gruppe das typische Migrationsverhalten zeigt und in den Sommermonaten nach Süden bis zur Antarktis zieht, bleiben B2-Wale vor der Westküste Südafrikas und Namibias. Daher kann man sie dort auch in den Sommermonaten sehen, allerdings bei weiten nicht in den Mengen wie die Glattwale.

Bryde’s Wal
Vom Brydewal (auch Tropischer Wal) gibt es zwei Arten: den größeren offshore und den etwas kleineren inshore Wal. Das Verbreitungsgebiet der inshore Brydewale erstreckt sich von East London im Eastern Cape bis Saldana an der Westcoast. Bei Plettenberg und auch in der False Bay sind sie ganzjährig anzutreffen. Die häufigsten Sichtungen sind von März bis November, die Spitzenmonate sind März bis Juni.

Ocras
Ja, der Killerwal ist auch an den Küsten Südafrikas zu Hause. Allerdings nicht in sehr großer Zahl und meistens weiter offshore. Es gehört eine große Portion Glück dazu, sie von Land aus oder auch vom Boot in küstennahen Gewässern zu sehen. Völlig ausgeschlossen ist das nicht, wie die Sichtung einer größeren Gruppe Orcas bei Simonstown in der False Bay vor einigen Wochen beweist. Von Februar bis Juni 2017 haben die Killerwale die Cage Diving Industrie, also das Haitauchen in Gansbaai praktisch zum Erliegen gebracht, weil sie den Weißen Hai gejagt und aus den Gewässern vertrieben hatten.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.